Ergebnissport

von Thorsten Cöhring am 20. Januar 2013

Gestern um 16.20 war es so weit. Ich hätte die weiße Fahne geschwenkt, wenn ich eine zur Hand gehabt hätte. Ich habe vor einem Fußballspiel kapituliert. Ich war nach 45 Minuten nicht mehr in der Lage, dem Treiben zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach weiter zuzusehen. Ich schaltete den Fernseher aus, um mir weitere Schmerzen zu ersparen.

Aber da Fußball ja bekanntlich ein Ergebnissport ist, erfuhr ich eine Stunde später, dass sich beide Mannschaften mit einem dem Spielverlauf angemessenen Resultat getrennt hatten: 0:0. So ein Spiel kommt dabei heraus, wenn wir plötzlich auf eine Mannschaft treffen, die exakt das Gladbacher System kopiert. Wenn zwei Mannschaften höchst konzentriert “gegen den Ball arbeiten” und nicht “mit dem Ball spielen”.

Aber wie dem auch sei: Damit hat unsere Mannschaft das wichtigste Ziel erreicht. Nicht verlieren. Eine Niederlage in Hoffenheim hätte den Vorsprung auf die Abstiegszone bedrohlich schmelzen lassen. Mit einem Sieg über Düsseldorf könnten wir am Samstag schon einen entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt tun.

Ein klitzekleiner Wunsch sei mir dennoch gestattet: Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn es meine Mannschaft zumindest einmal in dieser Saison schaffen würde, herzerfrischenden Angriffsfußball zu spielen.

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