3:3-Sieg gegen Leverkusen

von Thorsten Cöhring am 9. Februar 2013

Mit dem Mauerfall 1989 wurde ein neuer Passus ins Grundgesetz aufgenommen: “Borussia Mönchengladbach ist es hiermit verboten, ein Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen zu gewinnen.” Daran halten wir uns stur und akribisch. Deshalb war das Ergebnis heute vorhersehbar. Mehr noch: Nächste Saison feiern die Pillendreher ihr Jubiläum im Park: 25 Jahre ungeschlagen in Mönchengladbach. Diese elendige Serie kam man wirklich nur noch mit pechschwarzem Humor ertragen.

Allerdings muss ich zugeben: Ich kann mit dem heutigen 3:3 prima leben. Es fühlt sich an wie ein Sieg. Dieser Zähler ist für uns wichtig, wir haben damit die 30er-Marke geknackt. Und wir haben einen Punkt geholt, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Aber so ist halt Fußball: Vergangene Saison hätten wir gegen Leverkusen 6:1 gewinnen müssen und haben 2:2 gespielt; dieses Mal hätten wir 1:6 verlieren müssen und haben 3:3 gespielt. Letztes Wochenende sind wir vom Schiedsrichter benachteiligt worden, dieses Mal sind wir in zwei wichtigen Szenen bevorteilt worden.

Es war wie so oft in dieser Saison: Wir konnten dem Gegner spielerisch nicht das Wasser reichen, aber wir haben nicht verloren. Das erfreut mich einerseits, andererseits macht es immer wieder deutlich, dass das oft vermutete und gepriesene “Potenzial” in unserem Kader überschaubar ist. Mal sehen, wie wir uns am Donnerstag gegen eine italienische Top-Mannschaft wie Lazio Rom aus der Affäre ziehen.

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