Es reicht

von Thorsten Cöhring am 15. April 2013

Es wird höchste Zeit, dass diese Saison endlich vorbei ist. Die technische und läuferische Armseligkeit unserer Mannschaft, gepaart mit der an Kapitulation grenzenden Mutlosigkeit, wird von Woche zu Woche unerträglicher.

Gleichermaßen überrascht und entsetzt war ich schon vor Beginn des gestrigen Spiels in Stuttgart (0:2), als ich sah, dass Trainer Lucien Favre mit Amin Younes seinen einzigen Kreativen im Mittelfeld auf die Bank gesetzt hatte. Spontan rutschte mir der Satz heraus: “Er schenkt das Spiel ab!” (Wobei das nicht ganz korrekt zitiert ist, denn eigentlich begann der Satz mit “Scheiße,…”). Ist Lucien Favre wirklich der richtige Mann, um diese Mannschaft auf ein höheres Niveau zu bringen? Wohl kaum. Er ist sympathisch und verdienstvoll, aber offenbar geistig komplett in seiner “Tiki-Taka-Welt” versunken, womit er in Mönchengladbach die Mannschaft heillos überfordert. Die Spieler sind nicht gut genug, um seine Vorstellungen umzusetzen.

Man muss wirklich kein großartiger Fußball-Analytiker sein, um zu erkennen, wo unsere gravierendsten Schwachstellen im Team liegen. Wir brauchen dringend:

  • einen dynamischen Rechtsverteidiger mit Offensivqualitäten
  • einen defensiven zentralen Mittelfeldmann mit strategischen Qualitäten und guter Spieleröffnung (neben dem ich mir Tony Jantschke als Abräumer gut vorstellen könnte)
  • zwei schnelle, technisch gute offensive Mittelfeldspieler (wobei wir mit Max Kruse einen bereits haben)
  • einen neuen Cheftrainer (wenn ich mir einen aussuchen dürfte: Thomas Tuchel)

Übrigens: Ich habe mir anschließend unseren kommenden Gegner, den FC Augsburg, in seinem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt angeschaut. Ich muss zugeben, ich war beeindruckt. Ob wir am Freitag gegen die fünftbeste Rückrundenmannschaft der Bundesliga wirklich eine realistische Chance haben, erscheint mir zumindest zweifelhaft.