Borussia stümpert sich Richtung Europa

von Thorsten Cöhring am 19. April 2014

Auch nach dem 31. Spieltag und der 2:4 (1:0)-Niederlage beim SC Freiburg hat Borussia Mönchengladbach weiterhin alle Chancen, sich für die Europa League 2014/15 zu qualifizieren. Aber nicht deshalb, weil unsere Mannschaft irgendetwas auf die Kette kriegen würde, sondern weil die Konkurrenz (Mainz, Augsburg, Hoffenheim) ebenfalls Punkte liegen lässt.

So sieht Ratlosigkeit aus. Jantschke und Hrgota.

Die Geschichte des Spiels lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Unsere Mannschaft ging durch Herrmann (9.) früh in Führung, beherrschte fortan den Gegner nach Belieben, hätte nach 45 Minuten mindestens 6:0 führen müssen, versagte aber (wieder einmal) im Abschluss auf der ganzen Linie, kassierte in der 51. Minute durch Mehmedi den Ausgleich, vergab durch Daems (Günter an Raffael) einen Foulelfmeter (65.), spielte ab der 69. Minute nach einer Gelb-Roten-Karte für Xhaka in Unterzahl, ließ sich zwischen der 71. und 87. Minute durch Sorg (71.), Darida (72.) und Mehmedi (87.) zum 1:4 abschlachten und verkürzte eine Minute vor Schluss durch Nordtveits Freistoß auf 2:4.

Die Perspektive drei Spieltage vor Schluss: Den 6. Rang werden wir nicht halten können. Im Kampf um Platz 7 sieht es allerdings weiterhin gut aus. Nicht, weil ich unserer Mannschaft noch einen Sieg zutraue. Vielmehr hoffe ich, dass Augsburg noch ein Spiel verlieren wird. Das würde reichen.