Mit einer Niederlage in die Winterpause

von Thorsten Cöhring am 20. Dezember 2014

Zum Ende einer langen, kräftezehrenden Halbserie nicht verlieren – das war das erklärte Ziel vor dem heutigen Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Es hat leider nicht geklappt. Vier Tage vor Heiligabend war Borussia Mönchengladbach nicht mehr in der Lage, die Fans wenigstens mit einem Punkt zu beschenken.

Dabei begann alles recht vielversprechend. Nach einem Handspiel von Callsen-Bracker im Strafraum verwandelte Kruse den fälligen Elfmeter nach 70 Sekunden zum 0:1. Doch die Hoffnung, unsere Jungs könnten das letzte Spiel vor Weihnachten mit einer gewissen Souveränität nach Hause bringen, zerstob bereits nach 20 Minuten. Unsere Mannschaft ließ sich über die linke Abwehrseite auskontern und nach einem Querschläger von Altintop traf Feulner zum Ausgleich. Die Entscheidung nach 51 Minuten: Bobadilla brauchte nach feiner Vorarbeit von Esswein nur noch aus fünf Metern zum 2:1-Endstand einschieben.

Es war ein ein unterhaltsames Spiel zweier völlig gleichwertiger Mannschaften. Borussia hat in dieser Saison schon wesentlich schlechter gespielt. Aber es ist schon irgendwie unerklärlich und frappierend: Entweder unser Team nutzt praktisch jede Torchance (wie am Mittwoch gegen Bremen) oder sie lässt reihenweise beste Chancen liegen (wie heute in Augsburg). Besonders bitter war Brouwers Kunststückchen in der 32. Minute: Aus fünf Metern schoss er den am Boden liegenden Torhüter Manninger an, statt die Kugel ins leere Tor zu schieben. Es wäre die Führung gewesen…

So drängte sich dem Betrachter im Laufe der zweiten Halbzeit der Eindruck auf, unsere Borussia könne noch bis Weihnachten weiterspielen, ohne ein Tor zu erzielen. Die größte Chance vergab Hazard in der 86. Minute, als er freistehend aus acht Metern den Ball nicht richtig traf.

Insgesamt war unsere Fohlenelf bemüht, aber nicht gut genug, um etwas Zählbares mitzunehmen. Letztlich war Augsburg gieriger auf den Sieg und gewann deshalb nicht unverdient.

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: