Mindestens einmal wird die Champions League Hymne im Park erklingen

von Thorsten Cöhring am 27. April 2015

Der 30. Spieltag in der Saison 2014/15 war ein ganz besonderer Spieltag. Alle spielten für Borussia Mönchengladbach. Sogar Borussia selbst, was nicht selbstverständlich ist. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg über den VfL Wolfsburg haben wir den 4. Platz sicher. Und damit die Qualifikation zu den Champions-League-Playoffs im August. Schlechtestenfalls landen wir direkt in der Europa League Gruppenphase. Wir können also für die neue Europatour 2015/16 planen!

Da wir Rang 4 bereits fix haben, muss ein neues Ziel her. Und das heißt 3. Platz. Direkte Qualifikation zur Champions League. Mit zwei Punkten Vorsprung auf Leverkusen vor den letzten vier Spielen und dem direkten Duell am 32. Spieltag im Borussia-Park, könnte die Ausgangsposition kaum besser sein. Aber es wartet noch viel Arbeit. Und spätestens jetzt sind auch gute Nerven gefragt.

Selten haben wir so verdient gewonnen, wie gestern gegen Wolfsburg. Unsere Mannschaft spielte gut, konzentriert und hatte nur mit einem einzigen Manko zu kämpfen: Tore schießen. Es wäre schon wirklich bitter gewesen, wenn diese Überlegenheit, vor allem in der zweiten Halbzeit, gegen eine seltsam passive Wolfsburger Mannschaft nicht belohnt worden wäre. Am Ende war uns der Fußballgott dann noch wohlgesonnen. Sekunden vor dem Ende regulären Spielzeit landete eine Flanke von Traore über Umwegen bei Max Kruse und der hob den Ball zum 1:0-Siegtreffer ins Netz (90.).

Ein Tor, dass sich der speziell in der zweiten Halbzeit bärenstarke Kruse redlich verdient hatte. Er war neben Wendt auf dem linken Flügel der offensive Aktivposten in einer defensiv ohnehin sehr stabilen Fohlenelf. Denn eines muss noch einmal gesagt werden: Der VfL Wolfsburg ist in dieser Saison nicht irgendwer! Diese individuell überragend besetzte Truppe zu besiegen setzt eine geschlossene Mannschaftsleistung voraus.

Übrigens, FC Bayern München: Wir haben euch gestern zum Deutschen Meister gemacht. Ihr könntet euch dafür revanchieren. Und zwar nicht mit einer Ladung Weißwürsten, die mag am Niederrhein sowieso keiner (außer Max Eberl vielleicht), sondern mit einem Sieg am kommenden Samstag in Leverkusen. Wollte ich nur mal gesagt haben.

Was uns natürlich nur dann hilft, wenn wir am Sonntag bei Hertha BSC punkten. Gestern hat unsere Elf den Willen bewiesen, das ganz große Ziel zu erreichen. Mannschaft und Fans gemeinsam – so können wir es schaffen!