Wo wir herkommen: Vor 10 Jahren

von Thorsten Cöhring am 6. November 2016

Erinnert ihr euch noch an die Saison 2006/07?

Im Sommer 2006 hatten wir Jupp Heynckes als Trainer verpflichtet und träumten vom Europapokal. Wir erwischten einen guten Saisonstart und gewannen 4 der ersten 7 Spiele. Nach 10 Spieltagen hatten wir immer noch 12 Punkte auf dem Konto und der Leistungspfeil zeigte nach unten. Wir unterschätzten lange den Ernst der Lage, viel zu lange. Immer getreu dem Motto: “Ach, das wird schon wieder. Nicht immer alles schlecht machen und alles so schwarz sehen. Wir müssen Ruhe bewahren.”

Ein halbes Jahr und 24 Spiele später hatten wir 26 Punkte auf dem Konto und waren abgestiegen. Musste man mit diesem Kader zwangsläufig absteigen? Ich glaube nicht.

Unsere Verantwortlichen zitieren so wahnsinnig gern den Satz: “Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen.” Ja, das sollten wir, verdammt nochmal, gerade jetzt nicht vergessen! Wehret den Anfängen!

Ich erwarte von den handelnden Personen, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um nicht abzusteigen. Nicht mehr und nicht weniger. Wie diese Maßnahmen auszusehen haben, darüber sollen sich die Protagonisten den Kopf zerbrechen. Von den Spielern erwarte ich absolute Disziplin, 100-prozentige Konzentration und bedingungslosen Einsatzwillen.

In eigener Sache:
Ich werde ab jetzt in unregelmäßigen Abständen, in der Rubrik “Wo wir herkommen”, Orte und Ereignisse benennen, die im vergangenen halben Jahrhundert für Borussia Mönchengladbach wichtig und einschneidend waren. Und das waren beileibe nicht immer Orte und Ereignisse der Bedeutungslosigkeit und Depression. Es waren auch Orte und Ereignisse des Stolzes, des Erfolges und der Freude.

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