9 zu 40

von Thorsten Cöhring am 24. September 2017

1:6, 1:4, 0:4, 0:1, 2:1, 0:5, 0:2, 1:4, 0:3, 1:2, 0:1, 1:2, 1:1, 1:3, 0:1. Das sind weder die Lottozahlen noch ist es irgendein Geheimcode. Das sind unsere letzten 15 Ergebnisse in Dortmund von heute zurück bis ins Jahr 2002.

In den 70er Jahren, als Bayern München jahrelang jedes Spiel in Kaiserslautern verlor, sagte Paul Breitner den schönen Satz: „Am besten schicken wir die Punkte gleich mit der Post.“ So ähnlich verhält es sich mit unseren Gastspielen in Dortmund.

Wir fahren hin, kriegen eine Klatsche, und fahren wieder zurück. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. 13 Niederlagen, 9:40 Tore. Ganz schön deprimierend, wenn man sich nicht nicht mittlerweile daran gewöhnt hätte. Jährlich grüßt das Murmeltier.

Irgendwie zählen die Partien in München und Dortmund für mich nicht. Deshalb sind es die entspanntesten Spieltage des Jahres. Du erwartest eine Niederlage und du bekommst eine Niederlage. Ein Spieltagswochenende in München und Dortmund ist so eine Art Länderspielpause; du überspringst es einfach im Kopf.

Damit will ich nur ausdrücken, dass mich die 1:6-Schlappe gestern in Dortmund nicht wirklich kratzt. Mittlerweile sind die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga so, dass wir selbst gegen die B-Mannschaften von München und Dortmund nicht mehr den Hauch einer Chance haben. Die Bundesliga, früher eine der spannendsten Ligen in Europa, ersäuft in Langeweile.

Aubameyang 3, Philipp 2 und Weigl sowie das Ehrentor durch Stindl beim Stand von 0:5 – mehr gibt es zu diesem Spiel nicht zu sagen.

Ernst wird es für uns jetzt wieder am kommenden Samstag zu Hause gegen Hannover 96. Gegen Mannschaften dieses Kalibers müssen wir die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt holen.

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