Lang lebe der Konjunktiv!

von Thorsten Cöhring am 3. Dezember 2017

Eine der wunderbarsten Erfindungen der Sprache ist der Konjunktiv. Für uns Borussen ist er nahezu überlebensnotwendig. “Gewännen wir in Wolfsburg, würden wir auf den 2. Tabellenplatz springen.” Großartig, nicht wahr?

Der Indikativ hingegen ist ausgesprochen blöde. “Wir haben in Wolfsburg verloren und damit den Sprung auf den 2. Tabellenplatz verpasst.” Das ist nicht nur total unsexy, sondern auch kontraproduktiv. Der Indikativ bringt uns keinen Schritt voran. Also bleiben wir lieber beim Konjunktiv.

“Gewännen wir die drei restlichen Bundesligaspiele vor der Winterpause und das Pokalspiel gegen Leverkusen, wären wir in der Bundesliga auf Champions-League-Kurs und stünden im DFB-Pokal-Viertelfinale.”

Hach, ist das nicht herrlich?

Ach ja, bevor ich‘s vergesse: Das Ergebnis in Wolfsburg war 0:3. Bei nasskaltem Wetter hatte die Fohlenelf keinen Bock auf Fußball und ließ sich ohne nennenswerten Widerstand abservieren.

Der Indikativ ist Mist.

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