Diese Tage

“An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit.” Ja, ich weiß, Campino ist Musiker und Düsseldorfer. Aber tief in seinem Herzen meinte er Fußballer und Borussia Mönchengladbach. Da bin ich mir sicher.

Irgendwie ist das Fanleben in diesen Wochen ziemlich surreal. Positiv surreal. Du gewinnst plötzlich Spiele, die du eigentlich klar verlieren musst. So wie gestern in Leverkusen. Was die Pillen in diesem Match an klaren Chancen vergaben, ging schon nicht mehr auf die berühmt-berüchtigte Kuhhaut. So ungefähr wie Frankfurt eine Woche zuvor. Stattdessen: Thuram legt für Wendt auf – 0:1 (18.); Herrmann legt für Thuram auf – 1:2 (42.). Dazwischen der Ausgleich durch Volland (25.). Sieg, Tabellenführung, Freudentänze.

Selbst Rückschläge fallen mittlerweile dem Hochgefühl zum Opfer: Hey, Dortmunder, herzlichen Glückwunsch zu eurer sensationellen Saison! Ihr habt innerhalb von elf Tagen zweimal den Spitzenreiter geschlagen (hi, hi, hi…).

Und wenn wir am Sonntag gegen Bremen mindestens einen Punkt holen, gehen wir sogar als Tabellenführer in die letzte Länderspielpause dieses Jahres. Oder ersatzweise: Dortmund gewinnt nicht bei den derzeit ziemlich desorientierten Bayern. By the way: Hoffentlich hat Jupp Heynckes nicht vergessen, sein Handy auf lautlos zu stellen… 🙂

Diese Tage machen umso mehr Spaß, als dass wir um ihre Endlichkeit wissen. Hoffentlich noch nicht so bald, aber irgendwann in naher Zukunft zieht Wolke 7 vorbei und die Realität wird uns wieder einholen.

Drum lasst uns diese Stunden genießen: “An Tagen wie diesen haben wir noch ewig Zeit…”.

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